Süddeutscher Barock

Die Würzburger Residenz

25. März 2016.Christina.3 Likes.0 Comments

Ehrfurchtsvoll betreten wir eines der bedeutendsten Schlösser Europas und gleichzeitig das Hauptwerk des so genannten süddeutschen Barocks: die Würzburger Residenz. Seit über drei Jahrzehnten gehört das monumentale Bauwerk, das zwischen 1719 und 1781 im Auftrag des ehemaligen Würzburger Fürstbischofs Johann Philipp Franz von Schönborn – der aufgrund seines frühen Todes im Jahr 1724 jedoch nie einzog – entstand, zum UNESCO Weltkulturerbe.

Von Schönborns Bruder Friedrich Carl förderte den Bau fünf Jahre nach dessen Tod maßgeblich, immerhin konnte während seiner Regentschaft 1744 der Rohbau der Residenz abgeschlossen werden.

Eine weitere wichtige Bauphase stellte der Innenausbau der Anlage unter von Schönborns nachfolgenden Fürstbischöfen, darunter Carl Philipp von Greiffenklau und Adam Friedrich von Seinsheim, dar. Vor allem das Treppenhaus, in dem der venezianische Maler Giovanni Battista Tiepolo das größte zusammenhängende Deckenfresko der Welt schuf, ist hier hervorzuheben.

Der große Baumeister: Balthasar Neumann

Ohne Frage gehört die Würzburger Residenz zu seinen Hauptwerken, wenngleich Balthasar Neumann zahlreiche andere architektonische Meisterleistungen vollbrachte, wie etwa das Schloss Veitshöchheim, die Basilika Vierzehnheiligen bei Bad Staffelstein oder die Wallfahrtskirche des Schlosses Gößweinstein.

Neben Neumann und Tiepolo machten sich in Würzburg jedoch noch zahlreiche weitere Künstler einen Namen. So zum Beispiel der aus Norditalien stammende Stuckateur Antonio Giuseppe Bossi, der den Weißen Saal, das Spiegelkabinett und den Kaisersaal gestaltete.

5 Facts über die Würzburger Residenz

  • Die Baukosten beliefen sich insgesamt auf etwa 1,5 Millionen Gulden
  • Während eines Luftangriffs Ende des Zweiten Weltkriegs brannte die Anlage fast komplett aus, der Kern der Residenz blieb glücklicherweise weitestgehend verschont. Die umfangreiche Wiederherstellung kostete rund 20 Millionen Euro.
  • Auf dem ehemaligen deutschen 50-Mark-Schein war das Portrait von Balthasar Neumann zu sehen, umrahmt von historischen Bauwerken – darunter auch die Würzburger Residenz.
  • 1821 wurde hier der bayerische Prinzregent Luitpold geboren
  • Im angrenzenden Hofgarten, dessen heutiges Aussehen vor allem Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim und dem Hofgärtner Johann Prokop Mayer zu verdanken ist, wird seit einigen Jahren wieder Formobst angebaut – eine besondere gärtnerische Handwerkskunst

Hier finden Sie die Würzburger Residenz

Bildrechte (c) thebavarianway.de

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