Ein Prosit!

500 Jahre Reinheitsgebot

15. April 2016.Christina.0 Likes.0 Comments

Beste Bier-Qualität seit 1516

Am 23. April 1516 erließ der bayerische Herzog Wilhelm IV. gemeinsam mit seinem Bruder Ludwig X. in Ingolstadt ein folgenreiches Gesetz: das bayerische Reinheitsgebot, mit dem festgelegt wurde, dass zur Herstellung von Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser verwendet werden dürften. Bis dahin wurde das Getränk oftmals mit unzähligen Kräutern versetzt – viele davon giftig und mit unschönen Nebenwirkungen. Demnach ist das Reinheitsgebot zum Brauen von Bier das älteste und nach wie vor gültige Verbraucherschutzgesetz der Welt. Zudem sollte die Bevölkerung, für die Bier damals als Grundnahrungsmittel galt, vor überzogenen Preisen bewahrt werden.

In den folgenden 500 Jahren wurde der ursprüngliche Gesetzestext natürlich mehrfach geändert und verbessert. So wurde aus der ursprünglichen Gerste Gerstenmalz, das zum Brauen wesentlich besser geeignet ist. Auch Hefe wurde damals noch nicht erwähnt – schlichtweg, weil man sie noch nicht kannte. Aufgenommen wurde sie ins Reinheitsgebot erst im 19. Jahrhundert.

Ausgewählte Veranstaltungen zum Jubiläum

Seit 1994 gilt der 23. April als der “Tag des Deutschen Bieres”. Kein Wunder, dass zum 500. Jubiläum daher besondere Veranstaltungen rund um diesen historischen Tag auf dem Programm stehen. Beispielsweise geben vom 22. bis 24. Juli 2016 rund 100 bayerische Brauereien bei einem Festival mitten in München einen umfassenden Einblick in das traditionelle Brauhandwerk. Und auch in Ingolstadt wird groß gefeiert: Vom 22. bis 24. April findet das historische “Fest zum Reinen Bier” mit einem bunten Unterhaltungsprogramm statt.

Bildrechte (c) Christal Yuen / unsplash.com; Video: youtube.com / Die deutschen Brauer – Deutscher Brauer-Bund e.V.

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